Der Weg einer Philippsberg-Tomate aus dem Oderbruch
Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Gründung unseres Gartens war die Entscheidung für eine Schritt-für-Schritt-Spezialisierung. Statt vielen verschiedenen Gemüse-Sorten wollten wir zuerst eine Art anpflanzen mit der wir beide seit Jahren und Jahrzehnten (danke, Oma!) Erfahrungen haben. Statt also viele Gemüse und Früchte so lala anzubauen, steckten wir unser Wissen in die rote Königin: Die Oderbruch-Tomate (no Trademark).
Hier beschreiben wir, warum unsere Tomaten etwas besonderes sind.
Samenauswahl
Wir benutzen nur die Samen von den schönsten, robustesten Pflanzen. Nicht, weil wir Tomaten zur Zierde züchten, sondern weil die Natur es eingerichtet hat, dass Schönheit häufig auch Gesundheit bedeutet. Doch Tomaten sollen nicht nur gesund sein, sondern auch gut schmecken. Deshalb führen wir mit unseren Familien Blindverkostungen durch. Nur die besten Samen werden behalten und besonders schonend getrocknet und vorsichtig gelagert.
Einsaat
Wir samen unsere Tomaten einzeln in selbst hergestellter Anzuchterde ein. So hat der Keimling ab den ersten Tagen bereits viel Platz und muss die Nährstoffe in der Kinderstube nicht teilen. Unter speziellen Anzuchtlampen werden die Sämlinge gezogen bis sie auf “eigenen Wurzeln” stehen können.
Pikierung
Dann erfolgt nach wenigen Wochen bereits der Umzug in einen größeren Topf mit ebenfalls selbst hergestellter Erde. Die Tomaten-Teenager kommen bereits jetzt an die frische Luft. So können sie sich an das teils raue Wetter im Oderbruch gewöhnen.
Umzug!
Nur die harten kommen in den Garten! Nach der Gewöhnungsphase kommen die Kleinen ins Gewächshaus. Hier pflanzen wir unsere Schützlinge in eigene(!) Erde. Info: selbst in kleineren Betrieben ist es üblich Substrate zu verwenden – wir nutzen echte Erde und schonen diese auch durch eine besondere Behandlung. Unsere Tomaten bleiben aber nicht unter sich. Zwischen den Tomaten wachsen verschiedenste Kräuter wie Basilikum für Geschmack und Insektenschutz.
Boden-aufbereitung
Wir bereiten quasi ständig den Boden auf. Dafür führen wir Kompost und Asche hinzu. Wir düngen mit dem Mist von unseren eigenen Tieren und versetzen die Erde mit effektiven Mikroorganismen. Gemulcht wird mit Schaffell und speziellen Matten.
Ausgeizen
Während der Wachstumsphase werden ständig neue Triebe an den „Achseln“ entfernt – so steckt die Pflanze ihre Kraft in bestehende Triebe. Das sorgt für kräftigere und intensiver schmeckende Früchte. Qualität über Quantität.
Warten
warten…
warten…..
warten…….
Ernten!
Natürlich ernten wir auch von Hand. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Die Mühe hat sich gelohnt…